Unsere News

Das Katholische Blinden- und Sehbehindertenwerk Baden-Württemberg e. V. ist der Zusammenschluss katholischer blinder, sehbehinderter, taubblinder und hörsehbehinderter Menschen und ihrer Freunde.

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Weihnachtsgruß 2025

Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Förderer
des Katholischen Blinden- und Sehbehindertenwerkes
Baden-Württemberg e.V.,
sehr geehrte Blindenseelsorgerinnen,
sehr geehrte Blindenseelsorger
sehr geehrte Vorleserinnen und Vorleser!


Wie in jedem Jahr melde ich mich zum Anfang des Advents bei Ihnen mit dem Weihnachtsrundschreiben. Vielleicht haben Sie schon darauf gewartet und sind gespannt, was es aus der Vereinsarbeit zu berichten gibt. An dieser Stelle danke ich allen Vorleserinnen und Vorlesern. Hier nun einige Informationen für Sie.


Die anfallenden Aufgaben in der Geschäftsstelle konnten zeitnah erledigt werden.

 

Nachdem im Jahr 2024 schon wichtige Vorarbeiten für die Erstellung einer barrierefreien Homepage für das Katholische Blinden- und Sehbehindertenwerk Baden-Württemberg e.V. (KBSW BW) geleistet wurden, hat der Vorstand im Januar dieses Jahres die Firma digiwerk, Walddorfhäslach, mit der Ausführung beauftragt. In mehreren Telefonkonferenzen musste der Vorstand immer wieder wichtige Absprachen und Entscheidungen treffen. Ein Antrag auf Förderung durch die Aktion Mensch wurde gestellt. Mit einem ansehnlichen Förderbetrag wurde dieser Antrag positiv beschieden. Seit Juni ist unsere barrierefreie Homepage freigeschaltet. Gerne können Sie diese besuchen unter: www.kath-blindenwerk-bw.de. In diesem Zusammenhang haben wir auch eine neue E-Mail-Adresse erhalten. Diese lautet: info@kath-blindenwerk-bw.de. Bitte benutzen Sie diese in Zukunft. Die bisherige E-Mail-Adresse wird jedoch noch einige Zeit parallel laufen.


Am 1. August 2025 ist Pfarrer Hubert Kimmig im Alter von 89 Jahren in Offenburg verstorben. Von 1971 bis 2006 war er Diözesanseelsorger für gehörlose und blinde Menschen in der Erzdiözese Freiburg. Die Freizeiten in Landschlacht und anderswo, die gemeinsamen Reisen, unsere Diözesantage und der persönliche Kontakt: Vielfältig sind die Erinnerungen an Gottesdienste, Weihnachtsbriefe und Steine oder andere kleine Geschenke bei verschiedenen Anlässen. Am 14. August fand er seine letzte Ruhestätte im Priestergrab seiner Heimatstadt Oberkirch. Er möge ruhen im Frieden Christi! Auch als einem der Mitbegründer des KBSW Baden-Württemberg 1974 werden wir ihm eine dankbare Erinnerung bewahren.

Unsere Bildungsveranstaltungen konnten alle durchgeführt werden. Für die Organisation und Durchführung danke ich allen hierfür Verantwortlichen. Die Termine für das Jahr 2026 entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Veranstaltungsprogramm.


Wenn Sie die Arbeit des KBSW BW unterstützen möchten, benutzen Sie bitte den beigefügten Überweisungsträger. Vielen Dank!


An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die finanzielle Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den Damen und Herren des Vorstandes und des geistlichen Beirates, bei den Regionalgruppenleiterinnen und Regionalgruppenleitern, bei den regionalen und hauptamtlichen Blindenseelsorgerinnen und Blindenseelsorgern, bei Förderern und allen Begleitungen und Helfern und bei unserer angestellten Sekretärin, die uns bei der Erfüllung unserer Aufgaben tatkräftig unterstützt haben. Dieses Schreiben wurde in der Hausdruckerei der Diözese Rottenburg-Stuttgart gedruckt. Vielen Dank!

Gedanken aus einem Schreiben der Franziskaner Mission haben mich sehr angesprochen. Deshalb zitiere ich aus diesem Brief von Pater Cornelius Bohl OFM.


„Wieder einmal steht der Advent vor der Tür. Wer diese Zeit bewusst als Christ feiert, wird überall der uralten Symbolik von Dunkel und Licht begegnen: Viele Gemeinden feiern in dieser dunklen Jahreszeit Gottesdienste in einer nur von Kerzenlicht erhellten Kirche. Von Woche zu Woche wächst das Licht auf dem Adventskranz. Und in der Heiligen Nacht werden wir die wunderschöne Verheißung des Propheten Jesaja hören: Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht (Jes. 9,1).

Das tröstliche Hoffnungsbild vom Licht im Dunkel tut gut. Ich möchte es mir bewahren. Aber ich möchte auch ehrlich damit umgehen. Denn ganz so einfach ist es ja nicht. Nicht immer wächst das Licht. Manchmal wächst auch die Dunkelheit. Das müssen wir gerade in diesen Wochen im Blick auf die große weltpolitische Lage bedrückend erfahren. Sicher, die Mitte der Nacht ist der Anfang eines neuen Tages, und ab Weihnachten wird nach der Wintersonnenwende die Nacht spürbar kürzer. Aber von selbst wird es nicht immer hell. „Wächter, wie lang noch ist die Nacht?“ (Jes 21,11). Wir wissen es nicht. „Noch manche Nacht wird fallen“, ist der evangelische Dichter Jochen Klepper überzeugt. Es stimmt: An Weihnachten strahlt ein Licht auf. Aber das andere stimmt ebenso: Auch nach Weihnachten bleibt vieles dunkel.


Ich möchte Ihnen eine ungewöhnliche Adventsgeschichte vorschlagen. Oder besser: Einen bekannten Text einmal adventlich lesen. Die Geschichte des blinden Bartimäus (Mk 10,46-52). Sie hat mich schon als Kind berührt.

Der blinde Bettler sitzt am Wegrand. Plötzlich Schritte, Stimmen, Menschengewirr. Irgendwoher schnappt er es auf: Jesus ist da. Oder Jesus kommt. Oder Jesus geht vorüber. Er hört es nur. Sehen kann er ja nicht. Und dann schreit er ins Dunkle: Jesus, hab Erbarmen mit mir. Was für ein Mut, ins Dunkle hinein zu rufen! Ob Jesus das hört? Ob er überhaupt da ist? Zu den Zweifeln aus seinem Inneren kommen niederschmetternde Erfahrungen von außen: „Viele befahlen ihm zu schweigen.“ Halt den Mund. Geh uns nicht auf die Nerven. Das Rufen kannst du dir sparen. Das bringt sowieso nichts. Er aber schreit noch viel lauter in die Dunkelheit um Erbarmen.


Tatsächlich: Jesus ist da. Er bleibt stehen. Er ruft Bartimäus zu sich. Es ist unglaublich, wie die Nähe und der Ruf Jesu den Bettler in Bewegung bringen: Er wirft den Mantel weg! Zeichen innerer Energie, die ihn plötzlich packt. Er wirft weg, was ihn beim Aufstehen hindern könnte. Aber er wirft auch weg, was vielleicht seine letzte Sicherheit ist, den Mantel, auf dem er tagsüber kauert und nachts schläft und der ihn schützt vor Kälte und Regen. Und dann „springt er auf“. Er rappelt sich nicht langsam vom Boden auf, sondern scheint wie von der Tarantel gestochen. Er läuft auf Jesus zu. Besser gesagt: in seine Richtung. Dorthin, wo er ihn vermutet. In seine Nähe. Denn sehen kann er ihn ja nicht. Er läuft ins Dunkle.


Und dann das kurze und doch so intensive Gespräch. „Was soll ich dir tun?“, fragt Jesus. Was für eine überflüssige Frage! Was wird ein Blinder schon wollen. „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können!“ Schön ist, was da geschieht: Persönliche Begegnung, Hören und Antworten, Du-Sagen voll Vertrauen – und das alles im Dunkel. Denn immer noch ist es Nacht um ihn. Er weiß nicht, ob er jemals sehen wird. Aber im Dunkel erfährt er die Nähe eines Menschen, die ihm guttut.


Der Advent ist eine dunkle Zeit, auch wenn wir sie mit unseren Lichtern erhellen. Und christliches Leben vollzieht sich nicht nur im Licht, sondern auch im Dunkel. Wir haben von Jesus gehört. Sicherheiten haben wir nicht. Aber Hoffnung. Christsein ist manchmal dieser Hoffnungsschrei ins Dunkle. Und auch aus dem Dunkel kann uns ein Ruf treffen und in Bewegung bringen. Schon die Nähe schafft Dynamik. Das ist ein schönes Adventsthema: Der Herr ist nahe! Es gibt die Erfahrung vertrauter Nähe, auch wenn es noch dunkel bleibt.


Am Schluss wünsche ich Ihnen beides: das berühmte Licht in der Nacht, das ein Stück Finsternis vertreibt. Dann aber auch das andere: Mitten in der Dunkelheit die Kraft der Hoffnung, weil wir von Jesus gehört haben. Die Erfahrung, wie die Nähe Jesu in Bewegung bringt und guttut, auch wenn es rundum noch nicht taghell ist. Und mit all dem eine gesegnete Adventszeit und ein frohmachendes Weihnachtsfest.“


Dies waren interessante Gedanken von Pater Cornelius Bohl.


Ich grüße die Kranken unter uns und alle, die es schwer haben in ihrem Leben. Wir denken an sie und bitten Gott um seine Hilfe und Kraft für sie.

Gott möge Sie und alle Menschen, mit denen Sie unterwegs und zusammen sind, in diesen Tagen und Wochen sein Licht erspüren lassen so dass Sie dadurch zum Licht für andere werden können. Wenn wir an seine frohe Botschaft glauben, dann sollen, ja müssen wir davon den Mitmenschen erzählen und unser Umfeld muss spüren, dass wir von der Liebe und Nähe Gottes getragen und geführt sind. Möge Sie, Ihre Familien und Freunde Gottes Schutz und Segen auch im neuen Jahr begleiten und froh machen.


Im Gebet und im Aneinander denken sind wir eine große Gemeinschaft, die uns Kraft und Zuversicht
schenkt.


Herzlich grüße ich Sie

Karl-Josef Edelmann
Vorsitzender